Heute Als nichts
besser war
Dahinter Werke Erzähl
mir was
Mal
mir was
Post..?

Was möchte man mit dieser Beschilderung ausdrücken?

Ich bin froh, dass ich schon groß bin und kaum noch Unterricht im Hauptgebäude meiner Schule habe. Da ist alles alt und eklig und kaputt und kleine Kinder werfen sich gegenseitig durch den Korridor, sodass man gute Reflexe braucht, um heil am Klassenraum anzukommen.
Wenn man so selten da ist, gehen natürlich auch die wenigen Innovationen an einem vorbei. So entdeckte ich erst heute die neue Multifunktionalität dieses Raums (KLICK):



Medienzentrum und Damentoilette!

Gut, es wird weniger lustig, wenn man weiß, dass diese Toilette seit Jahrzehnten zugesperrt und nicht mehr in Betrieb ist. Aber immerhin bleibt die Tragik, dass die Kennzeichnung als Toilette das einzige in diesem Gebäude ist, das noch hübsch und ganz aussieht.

Unser netter Lehrer hat das ~Medienzentrum~ kurz aufgeschlossen, um unsere Neugier zu befriedigen. Darin stehen drei Fernseher auf Rolltischen, mehr nicht. Medienzentrum. Das klingt gehaltvoll. Mediennnnzentrum. Ein schönes, bedeutungsvolles Wort.

7.10.09 17:54


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Ferien! :D

Aufgrund meines tatkräftigen Einsatzes bei der Aufräumaktion letzten Mittwoch (da wo die Gehirne und das radioaktive Material gefunden wurden) muss ich morgen nicht noch mal in die Schule. Ich weiß nicht, ob die Kinder, die zwei Tage später die Computer wieder zurück getragen haben, auch eine Belohnung bekommen oder ob wir die Computer je wieder sehen werden.
Es wäre um die Computer nicht so sehr schade, eher um das Zubehör. Zum Beispiel die Tastaturen, die keine zentimeterdicken Staub- und Fettablagerungen tragen wie die in den Computerräumen des Hauptgebäudes. Die wurden noch nie sauber gemacht. Niiiiieeee. Seit ich heute unüberlegt so eine Tastatur angefasst habe, habe ich keine Angst mehr vor der Schweinegrippe oder ähnlichen Kleinigkeiten.


Was soll's. Jetzt freu ich mich grade ein bisschen des Lebens. Und schon morgen früh mach ich mich mal wieder auf den Weg. ♥

8.10.09 20:51



Nein, wir fahren heute nicht mehr nach Münster!

Also mir geht es so weit sehr gut. Ich bin an einem Ort, den ich sehr mag, hatte heute etwas mit einem Geflügelwürstchen drin zum Frühstück und später noch Pizza, und meine bessere Hälfte schlummert gerade selig neben mir.

Wir haben heute ein ~großes Abenteuer~ erlebt. Wir waren in Essen Shoppen (Ich habe jetzt eine rote, karierte Jacke! Aber das nur so am Rande.) und sind dann zurück nach Ahaus gefahren. Mit dem Zug. Hier zeichnet sich ab, was der Knackpunkt dieser Geschichte werden soll.
Inzwischen zu Bahn-Profis geworden, bleiben wir auch in den irrwitzigsten Situation halbwegs ruhig, und wenn andere Leute mit schreckensgeweiteten Augen vor der Anzeigetafel stehen, haben wir nur noch ein hysterisches Lachen übrig. Es war zwar ärgerlich, dass sich der Heimweg um 3 Stunden verlängert hat, aber wenig überraschend.

Exponat A - Die Streckenkarte

Der Hinweg ist grün eingezeichnet, der Rückweg rot. Eigentlich hätten Hin- und Rückweg ja deckungsgleich sein sollen. Das klappte nur bedingt.


Exponat B - Eine Reise in Bildern
Am Anfang stand der Essener Hauptbahnhof, beziehungsweise standen dort wir, bepackt mit Einkaufstüten vom Gewicht eines handelsüblichen fünfjährigen Kindes.
Ganz eigentlich hatten wir uns ja einen noch anderen Rückweg ausgesucht, so zum Spaß, aber aufgrund des Chaos durch gesperrte und umgelegte Gleise blieb der Zug unauffindbar.

Seit ich den Essener Hauptbahnhof vor etwas weniger als einem Jahr zum ersten Mal gesehen habe, ist er eine Baustelle. Ich sehe seitdem keine Veränderung. Natürlich hat er auch seinen ganz besonderen Charme, nicht zuletzt wegen seiner besonderen Bedeutung für uns.
Und ist das handgemalte Schild nicht drollig?

Nun saßen wir also in der ganz gewöhnlichen Regionalbahn nach Dülmen. Zwei Stationen weiter hatte sich wenige Minuten zuvor jemand vor einen Zug geworfen, und da man bei der Bahn wohl nicht so gut mit Telefonen umgehen kann, blieb unser Zug nicht einfach in Essen, sondern wir wurden an der Stelle der Streckensperrung ausgesetzt - in Wanne-Eickel.

Es ist nicht so toll, in Wanne-Eickel zu stranden. Der Bahnhof hatte nicht die ausreichende Kapazität für die gestrandete Personenmenge, es gibt kein Informationspersonal und der angekündigte ~Schienenersatzverkehr~ ist nach leidvollen eigenen Erfahrungen ein leeres Versprechen. Man beachte die verwirrte Personenmenge vor dem Bahnhof.
Vielleicht war es allein die Ausstrahlung dieses Ortes, die uns so schnell wie möglich flüchten ließ. Wir sind einfach mal so in eine Straßenbahn in Richtung Bochum Hauptbahnhof gesprungen. Bochum Hauptbahnhof klang groß und nach vielen Zügen in viele Richtungen. Nein, keine Ahnung, ob das klug war.

Im Bochumer Hauptbahnhof verpassten wir die S-Bahn nach Dortmund um genau eine Minute. Das lag daran, dass die Straßenbahn wenige Meter vor diesem Bahnhof im Tunnel 5 Minuten lang gehalten hatte.
In der nächsten S-Bahn, die nach 20 Minuten und noch wenige Minuten später kam, war die Toilette kaputt. Kein Schild der Deutschen Bahn ist so liebevoll gestaltet wie das Toilette-kaputt-Schild.

In Dortmund hatten wir dann erst mal keine Lust mehr und haben Pizza gegessen. Meine Gemüse-Pizza war überraschend. Sie enthielt genau das Gemüse, das man auf einer Gemüse-Pizza im Allgemeinen nicht erwartet. Eine Negativ-Gemüse-Pizza sozusagen. Aber ich mochte sie trotzdem.

Mittlerweile wurde es dunkel. Ich weiß nicht mehr so genau, seit wie vielen Stunden wir zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon hätten zu Hause sein sollen.
Unser letzter Zug dieses Tages, von Dortmund nach Ahaus, fuhr einigermaßen pünktlich ab. Er durchquerte einen verlassenen, zugewachsenen Güterbahnhof und man konnte die Maggi-Fabrik in der Nähe sehen. Eine Haltestelle vor dem Ziel musste der Zugführer auf die Toilette und verursachte eine Verspätung von gut fünf Minuten. Den Rückweg zum Führerhäuschen ging er außen am Zug lang, um nicht angebrüllt zu werden.


Wisst ihr was? Am Donnerstag fahren wir nach Köln. Aber nicht durch Wanne-Eickel. Oo
14.10.09 00:38






Köln

Okay, wir sind nicht letzten Donnerstag nach Köln gefahren, sondern erst gestern. Das war wohl eine ganz gute Entscheidung, das Wetter war nämlich schön. Und sowieso sonst alles auch.
Wer jetzt auf neue Gruselgeschichten aus der Bahn gehofft hat, der wird leider enttäuscht, denn sowohl die mehr als dreistündige Hinfahrt als auch die mehr als dreistündige Rückfahrt mit Regionalzügen sind problemlos verlaufen.

Das sieht jetzt auf der Streckenkarte vielleicht ein bisschen komisch aus, aber das hat man gar nicht gemerkt. Echt nicht. Oo

Köln ist ein besonderer Ort für uns, und ganz, ganz besonders die Hohenzollernbrücke beim Hauptbahnhof. Und seit ein paar Monaten hängen Pärchen da Schlösser dran und werfen die Schlüssel in den Rhein. Der Bahn gefällt das nicht so und sie wollte die erst abknipsen, aber dann fand sie wohl, dass sie sich lieber nicht durch so eine herzlose Aktion noch unbeliebter machen wollte.
Als wir im Sommer unter großer Hitze und großem Gepäck da mal kurz vorbeigeschaut haben, waren es schon richtig viele Schlösser. Inzwischen sind es bestimmt tausend oder noch mehr. Jetzt ist unseres auch dabei.



Schöner hätte der Tag gar nicht sein können.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Ferien sind toll... Vor allem aufgrund des Hierseins... Vollkommene Erholung.
Letztens bei Subway wurde ich übrigens wieder gefragt, ob ich denn wirklich Oliven drauf will. Damit wäre meine Theorie wohl bewiesen!

21.10.09 22:04



Home is where Your Heart is


So was gibt es nur da, da bin ich ziemlich sicher.

Wäre gerne noch geblieben, so ungefähr für immer. Nicht wegen der Sonnenuntergänge, sondern wegen dir. Vielleicht sind die auch überall so, und ohne dich merk ich das nicht.

26.10.09 20:57



'Ahhhh! Da bröckelt was runter!'

Die erste Woche nach den Ferien ist vorbei und ich kann mich nicht erinnern, dass sich irgendwas Besonderes ereignet hätte. Jedoch fühle ich mich aufgrund der unbesonderen Sachen schon wieder tot.
Wisst ihr was? Die erste Klausurphase ist vorbei. Die zweite beginnt übernächste Woche. Das macht eine ganze Woche ohne Klausur! Halleluja, was für eine Freude!


Ansonsten ist meine Schule momentan eine Baustelle. Das ist eigentlich ganz gut, da wirklich Sachen sinnvoll umgebaut werden. Nur muss es natürlich während der Schulzeit passieren und ist nicht jetzt schon fertig wie ganz anfänglich geplant.
Die Folge sind Baulärm und beengte Platzverhältnisse. Der Aufenthaltsraum wird teilweise für Unterricht benutzt und auf dem Boden sitzen dürfen wir ja seit einiger Zeit nicht mehr - weil sich dann die Wände und der Boden zu sehr abnutzen (oder ein meist kopflos herumrennender, sehr einflussreicher Lehrer noch mal über ein Bein stolpern könnte).
Die Lehrer haben es jetzt allerdings auch ganz kuschelig, da das eine Lehrerzimmer geschlossen ist. Es wird nämlich eine frei an der Decke entlang gehende, über Jahre hinweg benutzte Gasleitung demontiert. Hey, bei einem Defekt hätten alle sterben können.
Auf dem Parkplatz ist eine mittelgroße Sperrmüllsammlung. Die Cafeteria ist (hoffentlich nur vorübergehend) nach draußen gezogen, was Umsatzeinbrüche bei Regen und Schnee bedeuten dürfte. Die Decke ist in einem desaströsen Zustand, überall fehlen Platten und im Foyer kommt ab und an was runter gerieselt. In einem AG-Raum tropft Wasser durch ein Loch. Das hat vielleicht auch alles einen Sinn, aber es sieht irgendwie traurig aus.

30.10.09 19:52



Und noch was...

Nach und nach jähren sich besondere Daten zum ersten Mal.
Das Wochenende vor genau einem Jahr war absolut toll.
<3

30.10.09 20:09




chaste & yvi