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Sonntag #3


Was passiert, wenn man frizel und den Satiriker eine ganze Woche lang aufeinander loslässt?

Es wird der ein oder andere Zuckerschock überlebt.

Es wird mit Dackeln geworfen.

In Ohren werden Swimming-Pools angelegt.

Es werden annähernd 50 Wunderkerzen abgefackelt und es ist nicht langweilig.

Identitätskrisen werden bewältigt. Einer dieser Leute ist nicht Jesus, nicht Homer Simpson, nicht die Freiheitsstatue und weder ein Tsunami noch ein Hubschrauber. Und das ist auch gut so.



Natürlich ist das Ende kein neues und somit lustig wie ein Grab, aber das gehört wohl auch dazu.
Und es lenkt sehr zuverlässig von morgen ab. Ihr seht mich hier zum letzten Mal mit meinen Weisheitszähnen. Yay...

4.1.09 21:12


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Weisheitszähne sind mir suspekt

Ich meine, gäbe es nicht die technische Errungenschaft der Röntgenstrahlen, würde man ein Leben lang nichts von ihnen mitkriegen (bis man dran stirbt), und wenn man sie zum ersten Mal sieht, bereiten sie einem furchtbare Schmerzen. Man hasst sie daraufhin so sehr, dass man sie am liebsten niemals hergegeben hätte. Dieser in sich widersprüchliche Gedanke ist es, der Weisheitszähne für mich zu etwas ganz Gruseligem macht.
Ich werde sie vergraben.


Übrigens waren die 50€ für den Dämmerschlaf sehr gut investiert. Wem das Geld dafür zu schade ist und wer sich nur mit örtlicher Betäubung unters Messer legt, der kauft sich später etwas für 50€, um das Trauma zu verarbeiten. Sie schneiden in euren Mündern herum. Noch hinter den hintersten Backenzähnen. Und alleine das Zunähen. Ich habe letztens was genäht und dabei ist mir der verstörende Gedanke gekommen, wie das in meinem Mund vernäht sein muss. Ahhhhh! Und das ist nicht unbedingt das Garn, das man bei Herzoperationen benutzt. Kordeln aus dem Baumarkt, sag ich euch, Kordeln aus dem Baumarkt.

Das Schlimmste an der ganzen Sache ist das mit dem Essen. Nach einer Woche kann ich jetzt wieder einigermaßen kauen, und das ist sehr, sehr schön. Wenn man sich fünf Tage lang ausschließlich von Apfelmus, Quark, Rührei und Tomatensuppe ernährt, merkt man erst, was man an Essen eigentlich hat. Toastbrot kann eine Offenbarung sein.

Morgen krieg ich die Fäden raus. Es wird wieder bluten. Kordeln aus dem Baumarkt...

12.1.09 17:31



Niemand mag Zusammenfassungen

Sie sind kurz und informativ und bieten keinen Platz für kunstvolle Satzkonstrukte. Aber um überhaupt mal wieder etwas von mir zu geben, habe ich hier eine Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse mitgebracht.

● Ich hab jetzt alle Theoriestunden hinter mir. Und eine Fahrstunde. Auf einem Übungsplatz im Tiefschnee. Da haben sich irgendwelche komischen Leute eine Stunde lang ein wenig in den Weg gestellt, obwohl genug Platz war und ein mal schlingerndes, mal krabbelndes Auto mit einer panisch aussehenden kleinen Person am Steuer herumgekurvt ist. Fahrlehrer: 'Nnnnnnnicht draufhalten! D:'
● Ich habe die Sache mit den Weisheitszähnen ohne bleibende Schäden überstanden.
● Ich habe eine Voodoo-Puppe genäht. Mal wieder. Sie ist ganz gut geworden. Vielleicht mache ich hier irgendwann einen Voodoo-Puppen-Onlineshop auf, so wie die Leute mit den selbst gestrickten Socken. Nur halt mit Voodoo-Puppen.
● Ich habe jetzt ein Notebook. Ich mag es sehr gerne. Was jetzt noch fehlt, ist WLAN. Das würde es flexibel machen und so. Aber das alte Eumex und der gebrauchte WLAN-Router verstehen sich nicht so gut. Die Kommunikationssituation in diesem Netzwerk ist unbefriedigend.
'Herr B. kommt dieses Jahr nicht mehr. Er hat auch nicht unsere Klausuren korrigiert. Wir kriegen dann eine Vertretung.' Ja. So fängt es immer an. Und es trifft immer die Falschen.

Ich bin dann dieses Wochenende mal wieder im Tiefen Westen. Und diesmal kaum Unwetterwarnungen in Sicht, was fürs Zugfahren ganz förderlich ist. ^^

22.1.09 22:32



Sonntag #4

Dass Überschriften dieser Art sich in letzter Zeit sehr häufen, bedeutet bloß, dass ich dazwischen nicht genug blogge. Ich wünschte, die dazugehörigen Ereignisse würden so oft vorkommen wie es aussieht. Wobei es mir ganz und gar nicht um den Sonntag geht.

Es ist immer interessant, wenn ein Song, mit dem man eigentlich recht wenig anfangen kann, plötzlich eine Bedeutung hat.
Wir sind allein allein... Allein allein... Nein. Sind wir trotzdem nicht.

[random quote] Da kommen Leute, die gucken. Das ist mir peinlich. Ich möchte nicht mit einem Biber gekämmt werden.[/random]

26.1.09 19:11



Autofahren ist toll | Beunruhigende Beobachtungen

Kaum zu glauben, die kleine Frizel ist heute zum ersten Mal auf öffentlichen Straßen gefahren. Mit einem furchtlosen Fahrlehrer, dessen Lieblingsphrase 'Kräftig Gas geben!' ist.
Bordsteine und parkende Fahrzeuge sind ein bisschen mein Feind. Aber nach 20 Minuten konnte ich einigermaßen lenken, ich habe die Karre nur viermal abgewürgt, und wenn man nicht nur Schnee und Zaun um sich hat sondern richtig echte Dinge, die man sehen soll, ist die Blickführung auch gar nicht so schwierig.

Schöne, lange, gerade Strecken lassen Menschen völlig neue Seiten an sich entdecken. Ich mag das Gefühl, ein 1,5-Tonnen-Vehikel mit 100 km/h über den Asphalt zu bewegen, noch mehr als ich erwartet hatte. Nein, ich rase nicht.
Der Lehrer hat gesagt, ich soll die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ausreizen. Er wollte zurück ins Dorf, weil er wusste, wo hier ein Bäcker ist.

Mir ist aufgefallen, dass es Leute wütend macht, ein Fahrschulauto vor sich zu haben. Fahrschulautos fahren in verkehrsberuhigten Bereichen mit Schrittgeschwindigkeit. Das mögen sie nicht.
Fahrschulautos fahren auch in Dreißiger-Zonen 30 und werden von den Leuten überholt, die durch Fahrschulautos im verkehrsberuhigten Bereich am 30-Fahren gehindert wurden. Diese Leute müssen dann 200 Meter später schon wieder bremsen. Das ist ein bisschen lustig zu beobachten.



So viel dazu. Ich habe in letzter Zeit in anderem Rahmen auch etwas weniger lustige Beobachtungen gemacht. Eine gewisse Komik geht auch hier nicht abhanden, aber es macht mir schon Sorgen.
Zwei meiner Lehrerinnen haben eine schwarze Seele.
● Die eine ist Deutsch- und Französischlehrerin. Wir haben in Französisch einen Text übersetzt, in dem es um einen Banküberfall ging. Sie hat gegrinst und gesagt, dass sie so was mag. Und als sie sich selbst Sätze ausgedacht hat, ging es um kriminelle Jugendliche, die eine sehr harte Kindheit hatten und im Gefängnis von ihren Mithäftlingen misshandelt werden. Auch hier hat sie sehr fröhlich gegrinst.
Außerdem macht sie sich über Eltern mit ernsthaften Sorgen lustig.
Zitat: "'Mein Kind hat ADHS!' - 'Äh ja okay hm, ABS, hab ich auch. Hehe, genau.' Joa, das kam dann nicht so gut..."
● Die andere ist Biolehrerin und war schon immer etwas makaber. In der ersten Stunde offenbarte sie uns bereits, dass sie uns gerne sezieren möchte (gut, das kann man noch als Versprecher durchgehen lassen) und dass sie an der letzten Schule, wo sie war, eine Vorgesetzte töten wollte.
Nun sind wir beim Thema Enzyme. Sie hat uns gezwungen, Bio-Dinkel-Vollkorn-Zwieback ohne Zucker drei Minuten lang zu kauen, bis es richtig matschig war. Sie hat uns gezwungen, Kiwi-Quark-Matsche eine halbe Stunde stehen lassen und zu probieren, bis wir genau wussten, warum es keine Kiwi-Milchshakes gibt, und fand es lustig.
Einmal hat sie gesagt: 'Am gesündesten ist es, weißes Fleisch zu essen. Pute, Hähnchen, so was halt. Wild ist auch gut. Und Kinderfleisch. Sehr gesund. Aber geht jetzt nicht alle die Fünftklässler jagen, ja?'


Ich mag sie beide irgendwie.

31.1.09 18:16




chaste & yvi